Die Bertinis

Year: 1988

Executive Producer: Jan Kadlec, Stephan Adolph, Jürgen Schott

Script: Egon Monk

Director: Egon Monk

Cinematographer: Franz Rath

Music: Alexander Goehr

IMDB:View

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Length:436'

Deutch:Die Bertinis

Producer Company:Die Zeit TV GmbH (Hamburg), Objective Film GmbH (Hamburg), Studio Hamburg Production für film und Fernsehen GmbH (Hamburg), Gyula Trebitsch, Katharina M. Trebitsch

Co Producer:Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) (Mainz), Österreichischer Rundfunk (ORF)(Wien), Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft (SRG)(Bern), La Sept (Issy-les-Moulineaux)

Produced By:Katharina M.Trebitsch, Gyula Trebitsch

Script Editor:Brigitt Dorny

Writing Novel:Ralph Giordano

Assistant Director:Sebastian Monk

Production Design:Harry Leupold, Karel Vacek

Costume Design:Ingeborg Desmarkowitz, Sigrid Grünhagen

Sound:Norbert Giebel, Andreas Pitann

Film Editing:Edelgard Gielisch

Makeup:Joachim Kullmann, Gisela Trescher

Props:Harald Freytag, Claudia Schütt

YouTube:View

Other:View

Set Decorations:Wolf Seesselberg

Location:Ondřej Sláma

Cast:

Hannelore Hoger – Lea BertiniPeter Fitz – Alf BertiniElfriede Kuzmany – Emma BertiniFlorian Fitz – Cesar BertiniDaniel Hajdu – Roman BertiniGisela Trowe – Recha LehmbergKurt Ackermann – SpeckrolleWilly Bartelsen – SniderEdgar Bessen – HauptwachtmeisterMaxi Biewer – ElisabethRudolf Brand – GerichtsvollzieherNino De Angelo – Giacomo Bertini ( young)Drafi Deutscher – Giacomo Bertini (young)Till Dunckel – Cesar BertiniSebastian Eble – Roman Bertini (young)Stephanie Eidt – Frau SniderZuzana Frenglová – Recha Seelmann Lehmberg (young)Christian Glockzin – Jüngerer AlfredoGerda Gmelin – Miss NeiterHans Häckermann – StandesbeamterHolger Handtke – LudwigGert Haucke – MeloneMichael HeinsohnNina Hoger – Lea Lehmberg BertiniUlrich Hub – David HanfErnst Jacobi - ProfessorMarianne Kehlau - HauswirtinJan LaibiGünter Lüdke – SchachpartnerAslak Marwald (Maiwald)– Ludwig Bertini (young)Dietrich Mattausch – David¨s fatherAstrid Meyer Gossler – David¨s motherJens Reichardt – Fred AsberthJoachim RichtertKatja Riemann – MargareteChristine Röthig – Emma Ossbahr Bertini (young)Thomas Visek – Alf Bertini (young)Karl Heinz von Hassel – Herr HackenrothJürgen WulfHannelore Wüst - frau OtteRosel Zech – Erika SchwarzMatthias Zimmerling – Rudolph Lemberg (young)Robert Zimmerling – Rudolph Lemberg (older)

Additional Info:

1./ 1882 – 1918 Die Bertinis, aus Sizilien stammend, haben in Hamburg Wurzeln geschlagen. Im Ersten Weltkrieg heiratet der Musikstudent Alf Bertini die angehende Pianistin Lea Rehmberg, eine Jüdin. 14 Jahre später, Lea hat drei Söhne zur Welt gebracht, sind ihre Träume geplatzt: Alf, der Europas Konzertsäle erobern wollte, ist arbeitslos, Lea verdient sich nebenbei als Klavierlehrerin ein paar Mark. Zur wirtschaftlichen Not kommt 1933 die politische Verfolgung. Die Nazis beginnen, gegen Juden vorzugehen. (Hörzu 43/1988, S. 57) Schauspieler: Sebastian Eble (Roman), Till Dunckel (Cesar), Aslak Maiwald (Ludwig), Christine Röthig (die jüngere Emma), Nino de Angelo (der jüngere Giacomo), Zuzana Frenglova (die jüngere Recha), Matthias Zimmerling (der jüngere Rudolph), Nina Hoger (die jüngere Lea), Tomas Visek (der jüngere Alf), Hannelore Hoger (Lea Bertini), Peter Fitz (Alf Bertini), Elfriede Kuzmany (Emma Bertini), Drafi Deutscher (Giacomo Bertini), Gisela Trowe (Recha Lehmberg), Robert Zimmerling (Rudolph Lehmberg) 2./ 1935 – 1940 Alf und Lea Bertini führen ab 1935 eine "Mischehe". So heißt es im Rassegesetz. Als Jüdin ist es Lea verboten, Klavierunterricht zu geben. Sie muß den Vornamen Sara annehmen, ein Nachbar darf ungestraft Drohbriefe schicken. Einziger Lichtblick: Alf findet Arbeit als Bordmusiker auf einem Passagierdampfer. 1939 bricht der 2. Weltkrieg aus. Sohn Robert wechselt unfreiwillig die Schule. (Hörzu 43/1988, S. 63) Schauspieler: Daniel Hajdu (Roman), Florian Fitz (Cesar), Holger Handtke (Ludwig), Gerda Gmelin (Fräulein Neitner), Edgar Bessen (Hauptwachtmeister), Ulrich Hub (David Hanf), Dietrich Mattausch (Davids Vater), Astrid Meyer-Gossler (Davids Mutter), Gert Haucke (Melone), Hannelore Hoger (Lea Bertini), Peter Fitz (Alf Bertini), Elfriede Kuzmany (Emma Bertini), Gisela Trowe (Recha Lehmberg), Robert Zimmerling (Rudolph Lehmberg) 3./ 1941 – 1943 Kurz vor dem Abitur fliegt Cesar Bertini von der Schule - wegen "staatsabträglichen Verhaltens". Gemeint ist seine Vorliebe für verbotene Jazzmusik. Im Kriegsjahr 1943 verliert Cesars Vater Alf die Stellung, weil er es ablehnt, sich von seiner jüdischen Frau scheiden zu lassen. Lea bittet ihren alten Musikprofessor um Hilfe - vergeblich. Englische Bomber fliegen schwere Großangriffe auf Hamburg. (Hörzu 44/1988, S. 71) Schauspieler: Rosel Zech (Erika Schwarz), Ulrich Hub (David Hanf), Dietrich Mattausch (Davids Vater), Astrid Meyer-Gossler (Davids Mutter), Gerda Gmelin (Fräulein Neiter), Willy Bartelsen (Snider), Rudolf Brand (Gerichtsvollzieher), Hannelore Hoger (Lea Bertini), Peter Fitz (Alf Bertini), Elfriede Kuzmany (Emma Bertini), Gisela Trowe (Recha Lehmberg), Robert Zimmerling (Rudolph Lehmberg), Daniel Hajdu (Roman), Florian Fitz (Cesar), Holger Handtke (Ludwig), Gert Haucke (Melone) 4./ 1943 – 1944 Die Bertinis, glücklich, überlebt zu haben, flüchten aus dem bombenzerstörten Hamburg aufs Land. In Bodendorf bei Berlin übernimmt Alf die Organisten-Stelle. Eine kurze Zeit des Friedens. Dann kommt durch eine Denunziation heraus, daß Lea und ihre Mutter Jüdinnen sind. Der Judenhaß der Bauern entlädt sich über Roman, der die Tochter des Gemeindedieners verführt haben soll. (Hörzu 44/1988, S. 77) Schauspieler: Friederike Brüheim (Frau Hattenroth), Dietrich Laube (Wandt), Nadja Engel (Charlotte Wandt), Roman Silberstein (Stephien), Heike Meyer (Gerda Lemke), Karin Gregorek (Frau Niebert), Hannelore Hoger (Lea Bertini), Peter Fitz (Alf Bertini), Elfriede Kuzmany (Emma Bertini), Gisela Trowe (Recha Lehmberg), Robert Zimmerling (Rudolph Lehmberg), Daniel Hajdu (Roman), Florian Fitz (Cesar), Holger Handtke (Ludwig), Karl-Heinz von Hassel (Hattenroth) 5./ 1944 – 1945 Zwangsarbeit "für den Endsieg". Alf Bertini, Cesar und Roman schuften in einer Werft, seine jüdische Frau Lea in einem Chemiewerk. Dazu immer diese Angst: Wann werden "sie" kommen und Lea ins KZ bringen? Anfang 1945 ist es soweit. Aber Roman hat vorgesorgt. Heimlich verlassen die Bertinis ihre Notunterkunft und verstecken sich in einem Keller unter der Wohnung von Erika Schwarz. Und noch einer hilft: Klempner Snider. Er ist bereit, für Lebensmittel zu sorgen. (Hörzu 44/1988, S. 83) Schauspieler: Gerda Gmelin (Fräulein Neiter), Rosel Zech (Erika Schwarz), Gert Haucke (Melone), Jochen Richert (Gestapo-Beamter), Hannelore Hoger (Lea Bertini), Peter Fitz (Alf Bertini), Elfriede Kuzmany (Emma Bertini), Daniel Hajdu (Roman), Florian Fitz (Cesar), Holger Handtke (Ludwig), Willy Bartelsen (Snider), Stephanie Eidt (Esther Snider), Karl-Heinz von Hassel (Hattenroth) Miniserie in 5 Teilen Deutsche Erstausstrahlung: 31.10.1988 (ZDF) Im Frühjahr 1882 verläßt der junge Giacomo Bertini sein sizilianisches Heimatdorf, um in der Fremde sein Glück zu versuchen. Giacomo wird Kapellmeister eines bekannten Blasorchesters. Während eines Gastspiels in Hamburg kurz vor der Jahrhundertwende verliert er sein Herz an Emma Ossbahr aus Stockholm und bleibt mit ihr in der Hansestadt. Um die gleiche Zeit heiratet der Schlossergeselle Rudolph Lehmberg die Hamburgerin Recha Seelmann, die Tochter eines jüdischen Kaufmanns, trotz ihrer fünfjährigen Tochter Lea. Fünfzehn Jahre später, im vierten Jahr des Ersten Weltkrieges, verliebt sich die angehende Pianistin Lea Lehmberg in ihren Mitstudenten Alf Bertini, den Sohn von Giacomo und Emma. Weil Alf wie sein Vater Europas Konzertsäle erobern will, verzichtet die hochbegabte Lea ihm zuliebe auf eine Karriere. Weitere 35 Jahre später: Im November 1932 lebt Alf Bertini als einer von sechs Millionen Arbeitslosen im Hamburger Stadtviertel Barmbek. Sein Traum ist nicht in Erfüllung gegangen. Lea versorgt so gut es geht den Haushalt und ihre drei Söhne Cesar, Roman und Ludwig. Oft weiß Lea nicht, wovon sie die Miete bezahlen sollen. Da wird Hitler zum Reichskanzler ernannt, und für Lea beginnt ein Spießrutenlaufen. Cesar und Roman werden zusammen mit ihrem jüdischen Freund David Hanf am ersten Schultag an den Pranger gestellt. Wegen des arischen Vornamens Alf werden die Bertinis zwar als Privilegierte Mischehe ins Wahnsystem des SS-Staates eingeordnet, aber es beginnt eine Zeit der Verfolgung und des Hasses. Die Serie https://www.wunschliste.de/serie/die-bertinis/episoden#2447 Miniserie in 5 Teilen Deutsche Erstausstrahlung: 31.10.1988 ZDF 5-tlg. dt. Drama von Egon Monk (Buch und Regie) nach dem Roman von Ralph Giordano. Die (Über-)Lebensgeschichte einer halbjüdischen Familie in Deutschland von 1882 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen der gescheiterte Pianist und Dirigent Alf Bertini (Tomas Visek, später: Peter Fitz) und seine jüdische Frau Lea Lehmberg (Nina Hoger, später: Hannelore Hoger). Alf ist der Sohn des sizilianischen Kapellmeisters Giacomo Bertini (Nino de Angelo, später: Drafi Deutscher) und der Schwedin Emma Ossbahr (Christine Röthig, später: Elfriede Kuzmany). Leas Eltern sind Rudolph Lehmberg (Matthias Zimmerling, später: Robert Zimmerling) und Recha Seelmann (Zuzana Frenglova, später: Gisela Trowe). Alf und Lea bekommen drei Söhne: Cesar (Till Dunckel, später: Florian Fitz), Roman (Sebastian Eble, später: Daniel Hajdu) und Ludwig (Aslak Maiwald, später: Holger Handtke). Sie leben in ärmlichen Verhältnissen in Hamburg und kämpfen darum, dass es ihre Kinder einmal besser haben, bis Hitler die Macht ergreift. Sie machen früh die Bekanntschaft des Gestapo-Manns „Melone“ (Gerd Haucke), verlieren Arbeit und Plätze in der Schule und schließlich die Wohnung, als Eitel-Fritz Hattenroth (Karl-Heinz von Hassel) sie hinauswirft. Sie flüchten aufs Land, wo sich der Terror fortsetzt, und landen wieder in der Stadt. Zwei Freunde von Roman helfen ihnen: der verkrüppelte Nazi-Gegner Erich Snider (Willy Bartelsen) und Romans Ex-Freundin Erika Schwarz (Rosel Zech). Kurz vor der Verhaftung Leas durch die Gestapo versteckt sich die Familie in einem rattenverseuchten Keller. Snider versorgt sie mit Essen, bis er kurz vor Kriegsende erwischt und getötet wird. Die Bertinis überleben mit Müh und Not. Der autobiografische Roman Giordanos war 1982 auf große Resonanz gestoßen: So erschütternd und lebensnah war das Schicksal einer von den Nazis so genannten „jüdisch versippten Familie“ noch nicht geschildert worden. Das Buch wurde zum Bestseller. Fünf Jahre lang arbeitete Egon Monk an seiner Verfilmung, die in Koproduktion mit dem österreichischen, französischen und Schweizer Fernsehen entstand. Sie löste nicht nur bei den Kritikern Lobeshymnen aus, sondern wurde auch zum Publikumserfolg: Im Schnitt sahen über sieben Millionen Zuschauer die Folgen. Die einzelnen Teile hatten Spielfilmlänge und liefen innerhalb weniger Tage zur Primetime. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier) https://www.fernsehserien.de/die-bertinis

Gekauftes GlückBack in time